AfD stellt Strafanzeige gegen Intendantin der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel

Der AfD-Landesvorstand hat heute bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen Amelie Deuflhard wegen des Verdachts der Beihilfe zu Ausländerstraftaten gemäß § 95 Abs.1 Ziffern 2, 3, 5 und 6a AufenthG i.V.m. § 27 Abs. 1 StGB sowie des Verdachts der Untreue gemäß § 266 Abs. 1 StGB gestellt.

Die Kampnagel-Intendantin Amelie Deuflhard beherbergt in einem sogenannten “Kunstwerk“, einem Holznachbau der Roten Flora (das ist jetzt leider keine Satire), sechs der sich hier illegal aufhaltenden Lampedusa-Flüchtlinge.

Diese Menschen sind nach wie vor nicht einmal bereit, unseren Behörden ihre Personalien anzugeben. Der illegale Aufenthalt ist gemäß § 95 Aufenthaltsgesetz strafbar und die Intendantin leistet durch die Unterbringung Beihilfe zu einer Straftat. Da nützt es wenig, dass sie sich auf den Papst beruft.

Außerdem gibt es für das Kunstobjekt weder eine Genehmigung, die eine Nutzung als Wohnraum zulässt, noch verfügt es über einen Brandschutz. Jedem Bürger, der z.B. in seiner Gartenlaube in einer Gartenkolonie übernachten will, wird die Übernachtung genau aus diesen Gründen verboten.

Das Kulturzentrum Kampnagel wird auch aus Steuermitteln finanziert. Eine Intendantin, die sich über geltendes Recht hinwegsetzt, ist in einem Rechtsstaat nicht tragbar und müsste sofort entlassen werden. Hier ist Bürgermeister Scholz gefordert. Sollte ihm an der Einhaltung von Gesetzen etwas liegen, dann hat er über seine Behörden unverzüglich eingreifen und das Kunstobjekt räumen zu lassen.

Allerdings glaube ich eher, dass der “Scholzomat” die Sache wieder einmal aussitzen wird. Bisher hat ja so gut wie jede rechtsbrechende Organisation in Hamburg ihren Willen bekommen – Hauptsache, sie ist so links wie die Hafenstraßenbesetzer, Rot-Floristen und Bauwagencamper.

Hamburgs Toleranz gegenüber Rechtsbrechern ist leider seit langem bekannt. Wenn sich jetzt nicht einmal mehr die Bediensteten der Freien und Hansestadt Hamburg an unsere Gesetze zu halten brauchen, dann frage ich mich: wo wird das noch hinführen?

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Nachtrag

Dieses Thema schlägt in meinem Forum hohe Wellen, da einige Kommentatoren in bekannter Manier ihre Augen vor den Fakten verschließen und ihnen Recht und Gesetz scheinbar völlig gleichgültig sind. Unter dem Mantel des Gutmenschentums wollen sie eine faire Diskussion verhindern. Daher gebe ich gern noch einmal folgende Fakten zu bedenken:

Die sechs Lampedusa-Flüchtlinge in Hamburg stammen ursprünglich aus sicheren afrikanischen Ländern.

Diese Menschen arbeiteten in Libyen, kehrten jedoch bei Ausbruch des dortigen Bürgerkrieges 2011 nicht in ihre afrikanische Heimat zurück, sondern flohen nach Italien.

Das Abkommen Dublin II besagt eindeutig, dass Italien diese Flüchtlinge hätte aufnehmen und in ihrem Land behalten müssen. Nur dort hätte das Asylverfahren der Afrikaner nach dieser Vereinbarung durchgeführt werden dürfen.

Die Italiener verstießen gegen das Abkommen und gaben den Afrikanern stattdessen pro Person 500 Euro und eine Aufenthaltsgenehmigung für den Schengenraum.

Im März 2013 in Hamburg angekommen verweigerten die Flüchtlinge die Preisgabe ihrer Identität, da sie nicht das offizielle Deutsche Asylverfahren durchlaufen wollten. Die Afrikaner fordern auch kein individuelles Bleiberecht, sondern ein Bleiberecht als Gruppe. Das ist jedoch nicht mit dem Asylrecht zu vereinbaren.

Im Mai 2013 erklärte sich Italien bereit, diese Lampedusa-Flüchtlinge wieder aufzunehmen. Dann hätten die Lampedusa-Flüchtlinge bereits ihren ersten Winter nicht im kalten Hamburg, sondern warmen im Süden verbringen können. Das wollten sie aber nicht.

Karina Weber - Mut zu Hamburg, Mut zu Deutschland

Mit Karina Weber… weil Recht und Gesetz nun einmal für alle gelten müssen.

Karina Weber - Mut zu Hamburg, Mut zu Deutschland

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96 Kommentare zu „AfD stellt Strafanzeige gegen Intendantin der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel“

  1. Karina Weber sagt:

    Sie sprechen von “Ihrem” Deutschland.
    Ich spreche von unserem Deutschland.

    Sie meinen, Recht anzuwenden sei “hochgradig aggressiv und menschenverachtend”.
    Ich meine, Recht anzuwenden ist das Normalste von der Welt. Zumindest in einem Rechtsstaat.

    Sie meinen, dass die Deutschen sich das, was sie in der Vergangenheit geleistet haben, nicht einmal selbst erarbeitet haben.
    Ich meine, so etwas kann nur behaupten, wer mit der Arbeitswelt wohl noch keine intensivere Bekanntschaft gemacht hat.

    Sie meinen, dass Ihnen und Ihresgleichen Gesetzestreue “peinlich und unangenehm” ist.
    Ich meine, dass der demokratische Rechtsstaat ohne Gesetzestreue nicht funktionieren kann.

    Sie meinen, im “Namen vieler halbwegs rationaler Erdenbürger” zu sprechen.
    Ich meine, im Namen der mehr als gerade nur einmal halbwegs rationalen Menschen zu sprechen, die in diesem unserem Land leben.

    Meinen Sie mit Ihrer eigenen E-Mail-Adresse “defect5@…de” eigentlich sich selbst?
    Dagegen würden mir dann wirklich die Argumente fehlen.

  2. Blubb sagt:

    Sie sollten sich eigentlich freuen, dass ein paar der Flüchtlinge zumindest 1/100 des Komforts geniessen können, den Sie in “Ihrem Deutschland” als selbstverständlich betrachten.
    Den Fokus und die politische Energie gegen diese paar armen Menschen zu richten, so wie Sie das tun, ist hochgradig aggressiv und menschenverachtend.
    Das, was Sie da verbreiten, sind mittelalterliche Zustände, in denen der Wohlstand per Geburt ans Blut verknüpft wird. Nur dass Sie und “Ihre Deutschen” nicht erbtechnisch, sondern geografisch und systemtechnisch einen noch nicht einmal selbst erarbeiteten Vorteil geniessen.
    Ich kann Sie nicht umstimmen, das ist mir klar, aber Sie sollten zumindest wissen, dass ihre “Gesetzestreue” unzählig vielen Menschen irrsinnig peinlich und unangenehm ist, und zudem Leiden schafft anstatt bekämpft.
    Im Namen vieler halbwegs rationaler Erdenbürger, (…)

  3. Karina Weber sagt:

    Ich halte Ihren Kommentar für kleingeistig und anmaßend. Eine dämliche Diskussion ist das also. Aha.

    Ja, schauen wir in diesem Fall einfach weg. Schwafeln wir über ein “Kunstprojekt”. Schaffen wir Präzedenzfälle. Kümmern wir uns nicht um irgendwelche Gesetze – jeder macht, was er will. Wen kümmert’s, dass nachfolgende Wirtschaftsflüchtlinge und deren Anwälte sich auf diese Präzendenzfälle berufen. Und nur, wenn man selbst einmal betroffen ist, dann ruft man wieder nach dem Recht.

    Wenn kümmert’s, dass der Hamburger Senat vor diesem Wirtschaftsflüchtlingen-Problem auf Tauchstation geht. Warum sollte auch jemand das Problem angehen und richtige, dauerhafte Lösungen erarbeiten? Es werden sich in den nächsten Jahren ja nur Hunderttausende und Millionen von Wirtschaftsflüchtlingen auf den Weg nach Deutschland und Europa machen. Kein Problem, dann halten wir es wie Günter Grass: jeder Deutsche wird zwangsangewiesen, Zuwanderer bei sich zu Hause aufzunehmen. Schließlich ist Multikulti das ganz große, leuchtende Ziel – und selbstverständlich das einzig ehrbare, unter dessen Deckmantel so gut wie alles erlaubt ist. Rechtsbruch inclusive.

    Und Probleme mit integrationsunwilligen Zuwanderern gibt’s ja in Wirklichkeit gar nicht. Alles eine Erfindung der Rechtspopulisten.

    Sagen Sie, Herr Müller: auf welchem Planeten leben Sie eigentlich?

    Auf Ihre tumbe Schmähung am Ende muss ich nicht mehr eingehen; da befinden Sie sich in guter Gesellschaft – siehe “Schmähungen der Gegenseite”.

  4. Peter sagt:

    Mensch, was für eine dämliche Diskussion ist das hier.
    Wie sehr doch viele auf Recht und Gesetz pochen, solange
    es nicht um sie selbst geht.
    Muss denn immer alles streng nach Gesetzbuch gehen?
    Hallo, wo bleibt denn da die Menschlichkeit.
    Daumen hoch für eine Frau, die Menschen hilft, und dabei
    Recht und Gesetz dafür mal außen vor lässt.
    AfD ist keine Alternative für Deutschland, sondern eine Schande!

  5. Karina Weber sagt:

    Sehr geehrte Frau Scholz-Babelhaus,
    sehr geehrter Herr Scholz-Babelhaus,

    eine breite öffentliche Diskussion ist auch meiner Ansicht nach sinnvoll.

    Ich denke nicht, dass wir “der Kunst auf den Leim gegangen” sind, und auch den Sturm der Entrüstung muss hinnehmen, wer antritt, selbst zu denken und seine eigene Meinung zu vertreten.

    Es ist ja nicht nur ein Sturm der Entrüstung, sondern auch ein Sturm der Zustimmung erfolgt. Die Medaille scheint also doch zwei Seiten zu haben.

    Wenn Sie einerseits mich und die Zustimmenden mit “vorschnell”, “auf den Leim gegangen” und “schwadronieren” zwar sehr sanft, aber doch diskreditieren, wenn Sie dann den Regierungen der letzten Jahre bis zum heutigen Tage eine “miserable Flüchtlings- und Asylpolitik” vorwerfen – mit Verlaub, wenn dem so wäre, warum wollen dann so viele Menschen nach Deutschland? -, und wenn Sie andererseits hauptsächlich auf den humanitären Aspekt abstellen, dann argumentieren Sie im Endeffekt sehr einseitig.

    Gut finde ich, dass Sie sagen, das Thema muss konstruktiv angegangen werden. Das sehe ich auch so. Und natürlich sind auch humanitäre Aspekte zu berücksichtigen – aber nur “auch” und neben einer Vielzahl von vielen weiteren Aspekten, wie den gesetzlichen, den sozialen, denen der Machbarkeit, der Finanzierbarkeit usw.

    Natürlich sind Wirtschafsflüchtlinge auch Flüchtlinge. Aber wo fängt ihre willkommene Zuwanderung an und wo muss es aufhören? Darüber können wir gern diskutieren. Lohnt es sich wirklich nicht, sich einmal anzuschauen, wie Kanada, Australien und Neuseeland mit Zuwanderung umgehen? Sind diese souveränen Staaten in Bezug auf ihre Einwanderungsregeln wirklich mit der Achse des Bösen gleichzusetzen?

    Sie heben sich wohltuend von den Schreihälsen ab, die ich auf meiner page “Schmähungen der Gegenseite” trotz allem zu Wort kommen lasse.

    Daher werden Sie bestimmt mit mir übereinstimmen: Zuwanderung braucht klare Regeln. Die Politik muss regeln, wie wir mit Wirtschaftsflüchtlingen umgehen. Ist es legitim, dass wir von Zuwanderern, die aus wirtschaftlichen Gründen zu uns kommen wollen, zu fordern, dass sie sich integrieren, dass sie Deutschland gar nützen, wie auch immer man diesen Nutzen definiert? Oder ist der Gedanke daran bereits unmenschlich? Ist es richtig, dass qualifizierte Zuwanderer nicht sofort eine Arbeit annehmen dürfen, wenn sie ihnen angeboten wird, sondern oftmals eine gefühlte Ewigkeit warten müssen, bis sie sich endlich selbst ernähren dürfen? Ich persönlich würde mir das wünschen.

    Die Politik hat geregelt, wie wir mit Asylbewerbern umgehen. Sie sind damit nicht zufrieden. Andere sind aus anderen Gründen nicht damit zufrieden. Die Suche nach einem Kompromiss geht weiter.

    Wir sind zum Dialog bereit. Ohne Nebelkerzen, ohne Schnappatmung, ohne das Primat der politschen Korrektheit, ohne Meinungen von vornherein zu unterdrücken und ohne den anderen zu verteufeln.

    Aber denen offenen Rechtsbruch sollten wir lieber nicht als das Modell für die Zukunft wählen.

  6. Scholz-Babelhaus sagt:

    Sehr geehrte Frau Weber,

    Künstler, und dies gilt insbesondere für leitende Intendanten, müssen provozieren. Dies ist quasi ihr Auftrag.

    Ich empfehle die Strafanzeige gegen die Intendantin zurückzunehmen – sofern dies überhaupt möglich ist.
    Denn ganz offensichtlich sollte mit dieser Aktion eh nur auf das Flüchtlings-Problem aufmerksam gemacht werden und eine breite öffentliche Diskussion angeregt werden. Mit Ihrer vorschnellen Strafanzeige allerdings sind Sie der Kunst auf den Leim gegangen. Sie haben nun eine Sturzflut der Entrüstung ausgelöst, in der Sie selbst ersaufen können. Denn Sie haben sich selbst in die Buhmann-Ecke manövriert, anstatt die politische Diskussion über das eigentliche Thema aufzunehmen. Natürlich schwadronieren Ihre Anhänger von einer “Steilvorlage” und rufen “Bravo”, doch die miserable Flüchtlings- und Asylpolitik bleibt. Das wissen Sie genauso gut wie ich. Da hilft auch kein Schön-oder Widerreden.
    Das Thema muss konstruktiv angegangen werden. Und bei aller Sympathie für Ihre Forderungen nach Abschiebung von Wirtschaftsflüchtlingen darf man doch den humanitär Aspekt nicht vergessen:
    Auch Wirtschaftsflüchtlinge sind Flüchtlinge.

  7. Marie sagt:

    Was für ein abartiger und trauriger Artikel. Armes Deutschland.

  8. sabine leicht sagt:

    Wenn Deutschland am Mittelmeer läge, Frau Weber –

    Für Frau Leicht mache ich einmal eine Ausnahme und antworte in ihrem Kommentar direkt auf ihre Behauptungen.

    Deutschland am Mittelmeer? Wer behauptet solch einen Unsinn? Auf meiner Webseite tut das niemand.

    aber das tut es nicht. Sie wollen law&order durch noch mehr law&order ergänzen

    Sie belieben zu scherzen, Frau Leicht. Law & order in Hamburg? Wo Menschen wie Sie den Rechtsbruch offen unterstützen und die Kampnagel-Intendantin darüber auch noch unbestraft schwadronieren darf? Wo die Sozialindustrie bei Straftaten sogleich dem armen Täter alle nur erdenklichen Angebote macht und man die Opfer mit ihrem Leid zumeist allein lässt oder sie bei Gegenwehr sogar noch vor den Kadi zerrt? Ich bitte Sie!

    und vergessen dabei etwas Fundamentales: Mitgefühl und Kreativität ist etwas sehr wertvolles.

    Mitgefühl und Kreativität sind mir sehr wichtig, Frau Leicht. Was Sie mir da mit Vergessen unterstellen, nur weil ich eine andere Meinung als Sie vertrete, ist Unsinn. Ohne Mitgefühl und Kreativät würde Deutschland nicht so weit gekommen sein, wie wir es heute kennen.

    Das Kampnagel – Projekt, Baltic Raw und Frau Deuflhard leben das.

    “Projekt”? Ja, wenn andere zur Kasse gebeten werden und der Rechtsbruch aus Ihrer Fraktion bejubelt wird, dann belieben die Linksextremen so etwas als “Projekt” zu bezeichnen.

    Advent,Advent, das eigensüchtige Ego brennt.
    Sie tun mir einfach nur leid.

    Diese Worte passen sehr gut zu Ihnen, Frau Leicht. In Ihrer Eigensucht nehmen Sie anscheinend jeden Rechtsbruch in Kauf und scheuen sich nicht, die Fakten zu verdrehen und mit wilden Unterstellungen um sich zu werfen.

    Um das folgende für den Leser etwas abzukürzen: es ist bekannt, wie wir von der AfD dazu stehen. Wir wollen und müssen den armen Ländern helfen, den Lebensstandard ihrer Bevölkerung zu erhöhen, und, wo sie noch fehlen, demokratische Strukturen zu etablieren, damit die Menschen dort bleiben, nicht auswandern wollen oder fliehen müssen und im eigenen Land am Aufbau ihrer Heimat mitarbeiten können. Das ist wichtig und richtig. Vielleicht ist ihnen bekannt, Frau Leicht, dass es in Deutschland ein Entwicklungshilfeministerium gibt, das mit einem Riesenbudget zu helfen versucht, wo es nur kann und dass auch die anderen Ministerien ständig Milliarden im Ausland investieren, um den Menschen zu helfen.

    Jedes Flüchtlingsdrama ist eines zu viel. Wirkliche Flüchtlinge – nicht Wirtschaftsflüchtlinge – hier in Deutschland aufzunehmen, ihnen zu helfen, sie zu integrieren ist ständiger Auftrag der Bundesrepublik Deutschland. Darüber sollte es keine zwei Meinungen geben.

    Wirtschaftsflüchtlingen, die es sich mit Hilfe betrügerischer Machenschaften in Deutschland bequem machen wollen und die die Unverfrorenheit besitzen, den Behörden ihre Personalien vorzuenthalten, dreiste Forderungen zu stellen und auf Gutmenschen wie Sie zu zählen, haben meiner Ansicht nach in Deutschland nichts verloren.

    Zuwanderung braucht Regeln. Sonst kann selbst Deutschland die Zuwanderung nicht mehr stemmen. Oder wie viele Wirtschaftsflüchtlinge haben Sie schon bei sich zu Hause aufgenommen?

    “Ich bin die neue Bürgermeisterin der Inseln Lampedusa und Linosa, und wurde im Mai 2012 gewählt. Am 3. November musste ich feststellen, dass mir bereits 21 Leichen übergeben worden waren – von Menschen, die bei dem Versuch, Lampedusa zu erreichen, gestorben waren. Das ist für mich unerträglich und für die Insel ein großer Schmerz. Ich musste sogar Kolleginnen und Kollegen in der Provinz um Hilfe bitten, damit wir die letzten elf Leichen würdevoll bestatten konnten – auf Lampedusa stehen auf den Friedhöfen mittlerweile keine Gräber mehr zur Verfügung. Wir werden neue schaffen, aber ich frage mich: Wie groß muss der Friedhof auf meiner Insel noch werden?

    Ich kann es nicht fassen, wie eine solche Tragödie als normal empfunden werden kann. Wie wird man den Gedanken los, dass elf Menschen – darunter acht Frauen und zwei Kinder im Alter von elf und dreizehn Jahren – letzten Samstag sterben mussten, nur weil sie in Europa ein neues Leben beginnen wollten? Nur 76 von 115 Menschen wurden gerettet. Die Anzahl der Toten war wie immer größer als die Zahl der Leichen, die an Land gespült werden.

    Ich bin über die Gleichgültigkeit entrüstet, die alle angesteckt zu haben scheint. Mich regt das Schweigen Europas auf, das gerade den Friedensnobelpreis erhalten hat und trotzdem nichts zu dem kriegsähnlichen Massaker vor Lampedusa zu sagen hat.

    Und so bin ich immer mehr davon überzeugt, dass die europäische Flüchtlingspolitik diese Opfer in Kauf nimmt, um die Immigration zu kontrollieren, womöglich sogar um abzuschrecken. Für die Menschen, die mit dem Schiff nach Lampedusa aufbrachen, war die Reise ihre letzte Hoffnung. Ihr Tod ist für Europa eine Schande.

    In diesem traurigen Kapitel der Geschichte, das wir alle mitschreiben, verhalten sich allein jene Italiener menschlich, die 140 Kilometer von Lampedusa entfernt die Geflüchteten retten – nicht jene, die wie letzten Samstag nur 30 Kilometer entfernt waren und den Hilferuf der Schiffbrüchigen trotzdem ignorierten. Alle sollten jedoch wissen, dass Lampedusa und ihre Einwohner diesen Menschen nach Kräften helfen, diese Menschen zu retten versuchen oder zumindest würdevoll bestatten.

    Wenn Europa aber so tut, als seien dies nur unsere Toten, nicht die aller Europäer, dann möchte ich für jeden Ertrunkenen, der mir übergeben wird, ein offizielles Beileidstelegramm erhalten. So als hätte er eine weiße Haut, als sei es unser Sohn, der in den Ferien ertrunken ist.”

    Giusi Nicolini, 2012

  9. Karina Weber sagt:

    Frau kehricht,

    Sie gehen ziemlich großzügig mit dem Wort “Unwahrheit” um. Es gibt nicht wenige, die sagen, dass Deutschland viel zu viel für Flüchtlinge tut – vor allem zu den übrigen Ländern der EU. Ich stimme weder deren noch Ihrem Urteil zu.

    Sie verallgemeinern, machen Vorwürfe und erteilen Ratschläge für Parteipolitik.

    Wenn Sie selbst noch nicht parteipolitisch aktiv sind, sollten Sie dringend in eine Partei eintreten und dort versuchen, Ihre Vorstellungen durchzusetzen.

    Ihren Vergleich zwischen Flüchtlingen und Pferden finde ich unwürdig. Treten Sie in eine Partei ein und fegen Sie dort alles in Ihren Augen Unwürdige hinweg. Machen Sie sich aber auf harte Arbeit und – das mag Sie überraschen – immer wieder Kompromisse gefasst. Auch Parteipolitik ist kein Wunschkonzert.

  10. Frau Weber, auch in ihrem letzten statemend liegt wieder eine unwahrheit. Deutschland tut viel zu weinig um flüchtlinge auzunehmen. Die unterbringungen sind entweder separiert und unter ausschluss nahezu jeglicher gesellschaftlichkeit, was weder zu einer integration führt, noch ein normales und würdiges leben ermöglicht. Leise müsste auch in ihrem kopf etwas von die würde des menschen ist unantastbar anklingen. Kaum jemand interessiert sich für das schicksal von flüchtlingen. Sie werden gemieden, deffamiert und es wird darauf gewartet, dass sie bald wieder abgeschoben werden.
    Vielleicht würde ihre parteipolitik also besser daran tun, antikriegspolitik zu fordern und zu betreiben, um flüchtlingsströme nach deutschland zu vehindern.
    Ich habe gelesen, dass sie reiten. Reflektieren sie die haltungsveränderungen und verbesserung von großpferden in den letzten jahren, müssten sie feststellen, dass viele unwürdige haltungsformen abgeschafft wurden. Zu kleine boxen, 24h stehfolter, isolation von anderen artgenossen, um nur wenige zu nennen.
    Vielleicht hilft ihnen eine solche analogie zu verstehen, warum auch gesetzeslagen unwürdig sein können nd reformiert werden müssen.

  11. Eric Markert sagt:

    In Deutschland gilt derjenige, der auf den Schmutz hinweist, als viel gefährlicher als derjenige, der den Schmutz macht.

    Kurt Tucholsky

    Womit ich ausdrücklich darauf hinweise, dass ich nicht wirklich Asylbedürftige als Schmutz bezeichne, sondern das “Sich-über-Gesetze-Hinwegsetzen” unter dem Deckmantel der angeblichen “humanitären Hilfe”.

  12. Markus Adam sagt:

    Meine Hoffnung liegt in der Intelligenz und den gemeinsamen Werten der Deutschen und Europäer.

    Die Politik hat versagt, nicht das Volk. Wir waren fleißig und erfolgreich, warum tun sie uns das an? Eine Mehrheit bei einem Volksentscheid hätten sie nie dafür bekommen.

    Kriminelle Experimente von Demokratie verachtenden Pseudo-In­tel­lek­tu­el­len, mehr nicht. Nö, ich verlasse mich lieber auf Menschen als auf Parteien.

  13. Mirko Welsch sagt:

    Integration ist keine Einbahnstraße. Und eine bedingungslose Aufnahme von Wirtschafsflüchtlingen schadet denen, die wirklich aus der Not heraus Asyl suchen und brauchen. Diese gilt es, durch eine konsequente Politik zu schützen.

  14. Karina Weber sagt:

    Es ist schön, wenn sich diese Menschen Ihnen gegenüber nicht ausschweigen und wenn sie sich mit Ihnen “ganz wunderbar unterhalten”.

    Den Behörden gegenüber haben sie bisher nicht die geforderten Angaben gemacht. Das ist traurig, aber wahr. Somit ist ihr Aufenthalt illegal, trotz aller Solidarität und Kulturwerte.

    Wenn Sie allen Ernstes glauben, dass Deutschland sich der Verantwortung für Flüchtlinge entzieht, dann scheinen Sie in keinster Weise mitzubekommen, welch gewaltige Anstrengungen in Deutschland unternommen werden, um wirkliche Flüchtlinge aufzunehmen und sie zu integrieren.

    Wirkliche Flüchtlinge haben sowohl das gesetzlich verankerte als auch das moralische Recht, zu uns zu kommen. Das ist richtig und gut.

    Menschen, die ihren Aufenthalt gegen das Gesetz durchsetzen wollen, haben dieses Recht nicht. Und das ist auch gut so.

  15. Im übrigen stimmt es in keinster weise, dass sich die von ihnen als flüchtlinge bezeichneten menschen ausschweigen. Man kann sich mit ihnen ganz wunderbar unterhalten. Über sie selbst, ihre geschichte und ihre identität. Desweiteren stimmt es auch nicht, dass sie sich unbeteiligtem nutznießertum unterziehen. Es besteht ein ganz wunderbares netz der solidarischen unterstützung und hilfe. Es werden kulturwerte ausgetauscht, gemeinsam gekocht, sprachen gelernt und projekte umgesetzt.

    Es stimmt auch nicht, dass es den flüchtlingen in italien gut geht. Das land ist überrannt von flüchtlingen, die meisten leben auf der strasse. Deutschland ist geographisch gesehen schwieriger zu erreichen, dass bedeutet abe nicht, dass es sich als land der eu der verantwortung der derzeitigen flüchtlingsströme entziehen darf und sollte.

  16. Harald Salesch sagt:

    Seit Zadek haben Intendanten in Hamburg doch den Grad des Imperator Rex. Daher sehe ich den Fehler gar nicht bei der Kampnagelintendantin, sondern denke, dass der Innensenator eine Straftat finanziert.

    Seit Hagenbek ein Vermögen mit seinen Völkerschauen verdiente, sind solche Ausstellungen verboten. Gerade als ein ehemaliger Disziplinarvorgesetzter sollte der Innensenator das wissen.

  17. Carl Bruenett sagt:

    Wie steht es um Vater und Tochter König aus Jena in Thüringen? Links im Parlament und als radikaler Staatspfarrer an der linken Antifafront? Die Verbindung von Staat und Kirche ist unsäglich. Das dürfte in Hamburg nicht anders sein.

  18. Amélie sagt:

    BRAVO, Frau Deuflhard !!!

  19. Markus Adam sagt:

    Es geht um die Zukunft unserer Kinder.
    Es ist eherenhaft aufzustehen!
    “Herzlos” ist es, sein Land zu verheizen, anderen Menschen Hass und Gewalt aufzubürden, zukünftigen Generationen ungelöste Probleme zu hinterlassen, andere zu diffamieren…
    Die, die in Wirklichkeit keine guten Menschen sind, gilt es zu überführen.
    Dafür stehst Du mit Gesicht und Namen.
    Finde ich stark. Sehr!

  20. Heike Schlalos sagt:

    Toll, Karina! Weiter so, denn was Recht ist, muss Recht bleiben.

    Übrigens: was soll denn das für Kunst sein?

  21. Manfred Migglautsch sagt:

    Großartige Frau für eine tolle Stadt…

  22. alexis trumpf sagt:

    @brunkebaum: es ist doch immer wieder dieselbe bessermenschen-leier.

    strafbare handlungen als “zivilen ungehorsam” zu verbraemen oder vom “gesellschaftlichen fortschritt” zu delirieren – fortschritt wohin? in einen abgrund hinein moeglicherweise? wer definiert ueberhaupt was fortschritt sein soll? Sie? die antifa? warum sollten sie beide fortschrittlicher als die NPD sein?

    wenn diese gesellschaft angeblich demokratisch ist, dann bringen Sie doch einfach ihr anliegen zur wahl: keiner ist illegal, jeder ist willkommen und wird rundum-versorgt, jeder kann sich in D so ausleben, wie er es mag, ohne die Gesetze zu achten. die nach seinem dafuerhalten dem fortschritt” im wege stehen.

    wenn sie dafuer eine mehrheit bekommen. bitteschoen.

    in der zwischenzeit bleibt festzuhalten: das brechen der aktuellen regeln und gesetze nach Ihrem persoenlichen gutduenken gutzuheissen und einzufordern ist a) undemokratisch, b) selbstherrlich und c) asozial.

    zu den vorwuerfen mit der ‘herzlosigkeit’ oder ‘unmenschlichkeit’ kann man nur mit carl schmitt sagen: “wer menschheit sagt, will betruegen”.

    waelzen sie die kosten und folgen Ihrer ‘moralitaet’ nicht auf mich ab, sondern finanzieren und dulden Sie diese bitte persoenlich alleine, wohlgemerkt.

  23. Mandy Sommer sagt:

    Unsere Werte und Kultur darf uns und unseren Kindern nicht verloren gehen. Gerade im Moment mit unseren Weihnachtsbräuchen empfinde ich das sehr stark.

    Das ist es doch, was uns aus macht. Geschichte, Vergangenheit und Kultur.

    Ich habe erwachsene Kinder und die sind froh, dass ich ihnen diese Werte weitergegeben habe. Meine Hoffnung liegt in der AfD. Also werde ich euch verteidigen, wo ich kann.

    In diesem Sinne euch allen einen schönen zweiten Advent!

  24. Thomas Isaakson sagt:

    Nicht aufgeben, Karina! Aber heute genieße auch DU mal den 2. Advent…! LG aus Bad Segeberg

  25. Markus Adam sagt:

    Arbeite Dich bitte daran nicht ab, liebe Karina.

    Vor allem nicht an persönlichen Anfeindungen. Das bringt nichts, aber auch gar nichts. Und auf gar keinen Fall am Sonntag!

    Wünsche für einen friedlichen 2. Advent Richtung Hansestadt.

  26. Karina Weber sagt:

    Wann immer es hier in Hamburg rechte Gewalt gegen “Asylanten und Aylbewerber” und wen auch immer sonst gibt, dann ist das eine Straftat, die konsequent zu ahnden ist. Wer sich von dieser Gewalt nicht distanziert oder sie gar gutheißt, dem gilt meine volle Verachtung.

    Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Wenn Sie von solchen Straftaten wissen, dann müssen sofort Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschaltet werden. Sollten Sie von einem aktuellen Vorfall Kenntnis haben, werde ich darüber gern berichten.

    Das gleiche gilt bei islamistischen, “antifaschistischen”, linksextremen und jedweden anderen politisch und religiös motivierten Verbrechen.

    Während ich mich ganz klar zum Rechtsstaat bekenne, sprechen Sie da, wo es Ihnen genehm ist, von “zivilem Ungehorsam” und verunglimpfen alles andere als “Law-and-Order-Politik”.

    Das unterscheidet uns.

  27. Raphael Brunkebaum sagt:

    Ziviler Ungehorsam ist ein anerkanntes Mittel, um sich gegen eine als ungerecht empfundene Gesetzeslage zu wehren. Es gibt einen Unterschied zwischen dem moralisch Richtigen und dem juristisch rechtlichen. Dies zu ignorieren, ist die Schwäche ihrer „Law and Order“-Politik. Mit dieser Einstellung muss jede gesellschaftliche Veränderung zum Stillstand kommen. Der Hinweis auf die Mauertoten ist mehr als berechtigt.

    Aber wenn es Ihnen und Ihrer Partei so sehr um die Einhaltung geltenden Rechts geht, warum berichten Sie nicht über die Zunahme rechter Gewalt insbesondere gegen Asylanten und Asylbewerber?

  28. Michael Kohlhaas sagt:

    Ich bin praktisch seit Gründung Mitglied der AfD. Langsam aber sicher bin ich das Verhalten zumindest von Teilen der Parteiführung leid. Man windet sich wie ein Aal. Wieso immer diese diffuse Angst vor den Medien und der Faschismus-Keule? Die stellen uns ja sowieso in die Ecke “Rechts”.

    Es wird Zeit, daß der viel zitierte “Mut zur Wahrheit” auch bei allen in der Führungsebene der AfD ankommt. Eine FDP 2.0 ist nicht das, was die Mehrheit der AfD-Wähler will. Geht dieser Kurs weiter, dann läuft die Partei erhebliche Gefahr, dem Schicksal der Piraten zu folgen. Die Wahlen der letzten Jahren haben gezeigt, daß die Menschen einer FDP überdrüssig sind.

    Zum Thema kann ich nur sagen: Sofortige Wiedereinführung sämtlicher nationaler Grenzkontrollen und strikte Abschiebungsreglements! Der zahnlose Tiger FRONTEX sollte die “Boat people” sofort an die afrikanische Küste zurückbringen.

  29. Karina Weber sagt:

    Weil Ihr “Kommentar” außer Schmähungen und Beileidigungen nichts enthält. Versuchen Sie es doch einmal mit einem sachlichen Kommentar. Und sollte Ihnen das nicht möglich sein, bitten Sie einfach jemand anderen um Hilfe.

  30. Alexander Finkenwirth sagt:

    Warum wird mein Kommentar nicht freigeschaltet?

  31. Karina Weber sagt:

    Ich verstehe schon, dass Sie auf meiner Webseite gern den Ton angeben würden.

    Aber ich sage bei Ihnen zu Hause ja auch nicht an, was Sache ist. So schwer es Ihnen vielleicht fällt, das zu verstehen: ja, auf meiner Webseite lege ich die Spielregeln fest. Unter anderem wünsche ich mir eine vernünftige Diskussion, das Unterlassen von Schmähungen, Beileidigungen, Drohungen etc. Außerdem wünsche ich mir intelligente und kenntnisreiche Kommentare, die jeder Debatte helfen und die Chance auf Erkenntnisgewinn bieten.

    Eine solche gemäßigte Haltung mag für viele außerhalb der politischen Mitte schwer zu verkraften sein, aber eine andere Grundlage für eine Diskussion sehe ich nicht.

    Ihr Hinweis auf das Theaterstück “Die Schutzlosen” ehrt sie. Aber Sie verwechseln da – wahrscheinlich bewusst – etwas: die sechs Kampnagel-Wirtschaftsflüchtlinge hatten in Italien nichts zu befürchten. Oder doch? Ist Italien Ihrer Ansicht nach unsicher für Flüchtlinge? Sollten illegale Wirtschaftsflüchtlinge nicht in ihre afrikanische Heimat zurückkehren? Selbst, wenn wir das genau beurteilen können wollten, so ist uns das nicht möglich: denn die sechs Personen schweigen sich seit März 2013 aus; sie verweigern die Kooperation. Und Bürgermeister Scholz nimmt das untätig hin.

    Was wir mit unserer Strafanzeige erreichen wollen? Bitte lesen Sie einfach noch einmal meinen Artikel. Da steht es drin. Die Rechtslosigkeit, die mit der SPD in unserer Stadt in mancherlei Hinsicht Einzug gehalten ist, ist für mich nicht hinnehmbar.

  32. pro sagt:

    Sie sprechen von “Grundlagen, vernünftig miteinander zu diskutieren” – wenn es das ist, was Sie mit und nach Ihren Handlungen erwarten, dann muss ich Sie enttäuschen.
    “Sprachliches Mindestniveau” – das wird wohl auch von Ihnen bestimmt. Sie geben hier die Direktiven? So so.

    Tipp: Schauen Sie sich doch mal am Theater Gera/Altenburg “Die Schutzlosen” an. Nachgespräche werden auch angeboten …

    Ein paar Fragen hab ich doch noch: Was genau wollen Sie mit dieser Strafanzeige erreichen? Geht es Ihnen tatsächlich um Ihren Begriff von “Recht und Ordnung”? Was genau ist es, was Sie stört?
    Menschen werden durch diese Strafanzeige geschädigt und für Ihre Politik missbraucht.

  33. Carola-Elisabeth Esmeralda H sagt:

    Sehr gut Karina, du bist ein Lichtblick für Deutschland.

  34. Mathias Budde sagt:

    “Dabei bietet das Projekt…” Wenn ich das schon wieder lese. Weiter so, es bewegt sich was. Danke !

  35. Mirko Welsch sagt:

    Integration ist keine Einbahnstraße. Und eine bedingungslose Aufnahme von Wirtschafsflüchtlingen schadet denen, die wirklich aus der Not heraus Asyl suchen und brauchen. Diese gilt es durch eine konsequente Politik zu schützen.

  36. Karina Weber sagt:

    Sie tun so, als würden Kriegs- und Wirtschaftsflüchtlinge in Italien erfrieren. Das ist natürlich blanker Unsinn.

    Schauen Sie sich auf wetter.com einmal die Temperaturen in Lampedusa an – momentan 15-18 Grad. Nachts ist es mit Sicherheit auch kälter als tagsüber. Aber das ist doch völlig irrelevant.

    Sie bringen Ihren Beitrag wahrscheinlich, um die Diskussion zu vernebeln und sie auf Nebenschauplätze zu verlagern. An den Fakten jedoch ändern Sie damit nichts. Lesen Sie einfach meinen Artikel und setzen Sie sich mit dem Rechtsbruch auseinander, mit dem Umstand, dass diese sechs Menschen nicht einmal ihre Personalien angeben wollen und mit der möglichen Konsequenz, dass das ja nun jeder machen könnte. Überlegen Sie sich einmal, wohin das führen würde.

    Wie heißt es so schön: alle sind vor dem Gesetz gleich, nur manche sind gleicher. Unterstützen Sie diese bekannte, bissige Aussage wirklich?

  37. Lisa (aus Italien) sagt:

    Ich wollt nur zur Wetterdiskussion beitragen
    und hinzufügen:
    In Italien gibt es auch einen Winter 😉
    In der Nacht herrschen dort zur Zeit 7°C.
    Nur so nebenbei.
    Aber zum GLÜCK herrscht ja kein Schwarz/Weiß denken.
    Italien liegt im Süden = immer warm.

    SO EIN QUATSCH!

    Ende der Durchsage.

  38. Karina Weber sagt:

    Ich freue mich, dass Sie Ödön von Horváth in diesem Zusammenhang zitieren. Politische Korrektheit darf nicht länger ein Mittel zur Unterdrückung von Meinungen sein. Dieser Gehorsam hat zu vielen der Probleme geführt, die wir in Hamburg und Deutschland haben.

    Wenn Sie allerdings mit von Horváths Zitat meinen, dass der Respekt vor Recht und Gesetz in einem demokratischen Land mittlerweile überflüssig geworden ist, dann kann ich Ihnen natürlich nicht zustimmen.

  39. Öden von Horvath sagt:

    Wenn nur noch Gehorsam gefragt ist und nicht mehr Charakter, dann geht die Wahrheit und die Lüge kommt.

  40. Carl Bruenett sagt:

    Diese Anzeige muss den Instanzenweg gehen. Rechtsbeugung und Amtsmissbrauch sind dabei wohl leider nicht auszuschließen.

  41. Karina Weber sagt:

    Ich freue mich, dass Ihnen die bzw. weitere Worte fehlen. Sonst würden Sie sich bestimmt endlos in Schmähungen ergehen, anstatt ein sprachliches Mindestniveau an den Tag zu legen, auf dessen Grundlage man vernünftig miteinander diskutieren könnte.

  42. pro sagt:

    Mir fehlen die Worte! Ich hoffe, dass diese geistlose Strafanzeige Ihnen schwer auf die Füße fallen wird. Mir fällt nichts Anderes ein, als Ihre Politik als ekelhaft und dumm zu bezeichnen. Dumme Politik war schon immer gefährlich. Ich wünsche Ihnen alle 0%-Ergebnisse dieser Welt!

  43. Karina Weber sagt:

    Hallo Herr Klein,

    ich halte Ihren Kommentar für nicht zielführend. Es ist an Würdelosigkeit nicht mehr zu unterbieten, dass Sie den Mord an Menschen in der SED-Diktatur mit dem Schicksal der sechs illegalen Flüchtlinge vergleichen, die frei nach Italien oder in ihre Heimatländer zurückkehren könnten, es aber vorziehen, in unserem sozialen Land das Gesetz zu brechen.

    Auch verfängt Ihr Gutmenschen-Rundumschlag nicht. Ich empfehle Ihnen, sich über dieses Wort einmal kundig zu machen, anstatt einfach nur platt die Nazi-Keule herauszuholen. Das ist langweilig und geistlos.

    Sie mögen ja politische Korrektheit sowie die Sprach- und Gedankenpolizei gut finden. Ich tue das nicht. Manche Dinge müssen einfach gesagt werden. Wenn ich mir die vielfach schwurbelige, politisch korrekte Redensweise der Altparteien-Politiker anschaue, dann komme ich nicht umhin, es mit Abraham Lincoln zu halten:

    “Man kann alle Menschen für einige Zeit belügen. Einige Menschen kann man auch für alle Zeit belügen. Aber man kann nicht alle Menschen für alle Zeit belügen.”

    Wer politisch korrekt schwurbelt, verheimlicht den Menschen die Wahrheit. Er belügt sie. Das ist mit mir nicht zu machen.

  44. Michael Klein sagt:

    “Gesetz ist GEsetz!”

    Genau, nichts anderes taten die Grenzpolizisten an der Berliner Mauer, die auf Flüchtende geschossen hatte, wie die Mörder von Peter FEchter und Chris Guffroy! Und wie man hier sieht, bedienen sich hier auch so einige des NSDAP Vokabulars, oder wissen diese nicht, dass Worte wie “Gutmenschen” aus dem Vokabular der Nazis stammen????

  45. Karina Weber sagt:

    Dankeschön, Frau Schröder. Ja, natürlich ist das ein Risiko. Aber nur, weil man Sorge vor Diffamierung hat, sollte man trotzdem seine Meinung nicht verschweigen. Dann hätte die politische Korrektheit ja gesiegt, und das wäre für mich schwer erträglich.

    Die AfD und ich vertreten eine Position der Mitte. Wir lehnen es ab, dass es per se keine Zuwanderer in Deutschland geben soll – so wie die Rechtsextremen es fordern.

    Wir lehnen es gleichermaßen ab, dass es eine Zuwanderung ohne Regeln, ohne Recht und Gesetz geben soll – so wie die Linksextremen es fordern.

    Die Position der Mitte lautet: Einwanderung ja, aber auf der Grundlage von Regeln. Vor allem auf der Grundlage von Recht und Gesetz.

  46. Marlies Schröder sagt:

    Gut gemacht, Frau Weber. Aber ist das nicht andererseits eine Steilvorlage für die Mainstream-Medien, die AFD noch mehr zu diffamieren?

    Australien hat vorgemacht, wie es ein für alle Mal mit illegaler Einwanderung umgeht. Und wenn das Dublin-Abkommen nicht eingehalten wird, sondern nur EU-Gesetze, die zu unseren Lasten gehen, dann ist es Zeit, aus der EU auszutreten.

    Ich las hier, die Befürworter Ihres Schrittes sein “menschenhassend, menschenverachtend”. Nein, ich will nur meine Kinder, mich selber und meine Enkel schützen. Ferner, dass es keine Religionskriege in unseren Strassen gibt.

    Manche berufen sich auf Artikel 1 des GG: “Die Würde des Menschen ist unanantastbar”. Ich verlange, erst einmal an die Würde der Alten in den Altersheimen, Pflegeheimen zu denken, deren Windeln erst dann gewechselt werden, wenn diese schwer genug sind… aus Geldmangel. An die Würde der Hartz-4-Empfänger.

    Und Kunstprojekt? Dass ich nicht lache. Wie schnell mir die Behörden so ein Projekt in meinem Garten verbieten würden (zu Recht), weil Baunutzungsverordnung, Wohnraumschutzgesetz, Bundesbaugesetz, DIN-Vorschriften etc. nicht eingehalten sind.

    Hamburg und die BRD sollte keinen einzigen Flüchtling mehr aufnehmen. Jedoch darf, wer für die Kosten aufkommt, wie schon seit eh und je bei “Einladung” von ausländischen Familienangehörigen, Flüchtlinge bei SICH ZUHAUSE aufnehmen.

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